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Bildformate und deren Softwareunterstützung

Über die Frage der Fotoarchivierung seiner digitalen Fotoschätzchen stolpert man auch über die Frage der Bildformate, in denen man die Digitalphotos aufbewahrt. Kann man immer sicher sein, dass diese Bildformate in 10 Jahren noch von moderneren Bildbearbeitungsprogrammen gelesen werden können?

Ambitioniertere Photographen bekommen von ihrer Digitalcamera die Bildrohdaten entweder in JPEG Dateien oder auch in RAW Dateien. Klar ist, dass die RAW Bildformate qualitätsmässig das bessere Aufnahmeformat ist. Doch wie sieht es aus, beispielsweise mit der Kompatibilität? Unzählige Variationen an RAW Formaten gibt es je nach Kamerahersteller.

Da kann es zielführend sein, Digitalbilder zu konvertieren vom RAW zu einem anderen Bildformat, beispielsweise in TIFF oder andere.

 

Unterschiedliche Bildformate kurz vorgestellt

RAW bietet die ungefilterte Information, so wie sie der Kamerasensor bietet. Aus dieser maximalen Datenflut, die Dateigrößen pro Bild sind schon enorm, lässt sich dann mit Bildbearbeitungsprogrammen auch ein maximal gutes Ergebnis erstellten. Allerdings gibt es keinen einheitlichen Standard, das oben erläuterte Problem bekommt man schon, wenn Kameramodellwechsel kommen. Hier ist also Richtung langfristiger Fotoarchivierung Vorsicht angesagt.

DNG ( Digital Negativ Format ) um diesen obigen Daten-Versions-Wirrwarr aufzulösen versucht Adobe einen Standard für Fotorohdaten aufzubauen und das herstellerübergreifend. Obwohl im Jahre 2004 gestartet, hat sich DNG bei den Herstellern von Kameras noch nicht so durchgesetzt.

JPEG , für dieses Bildformat sprechen viele Punkte, einmal wird es von sehr vielen Kameraherstellern unterstützt, auch die Kompatibilität ist prima, daher werden wohl auch von den meisten Hobbyfotografen auch in diesem Bildformat die Bilder gespeichert und damit archiviert. Auf dem ersten Blick ist auch die Kompression der Bilder schick, denn die Datenmengen bleiben so leichter überschaubar.

Doch genau in dieser Kompression liegt ein Problem, jede Kompressionsstufe bringt Qualitätsverluste mit sich. Jede Stufe vermindert die Informationen über das Bild unwiederruflich. JPEG macht auch nur bis zu einer Farbentiefe von 8 Bit mit, moderne Kameras bieten hier aber gerne 12 oder 14 Bit.

Für RAW Liebhaber bietet sich hier also schon einmal eine Möglichkeit, zur Sicherheit ihre RWA Bilder auch in JPEG Bildformat zusätzlich eine Fotoarchivierung aufzubauen, parallel. JPEG wäre zukunftssicherer, aber dafür auch Qualitätsärmer. Für Urlaubsschnappschüsse aber immer noch gut ausreichend.

PNG , hier wird schon mal die Farbentiefe weiter und besser unterstützt wie bei JPEG. Ähnlich wie bei JPEG2000 bis zu 16 Bit. Die Bildkomprimierung wäre auch verlustfrei, nur der Hasenfuss liegt bei den Lizenzbeschränkungen.

TIFF , .tiff oder .tif , dank der unterschiedlichen Formate und Versionen können auch wie beim RAW Bildformat Kompatibilitätsstörungen vorkommen. Mancher Bildeditor bekommt da seine Schwierigkeiten. Do etwas spricht gegen eine lngfristige Fotoarchivierung in diesem Format.

 

 

 

Bilddaten komprimieren – grundsätzliche Fragen

 

Die Bilddaten, die von Digitalkameras erzeugt werden, nehmen immer mehr Speicherplatz ein.

Das liegt zum Einen daran, dass durch die Digitalisierung viele Fotografen wesentlich mehr Bilder machen als zu analogen Zeiten. Zum Anderen steigt die Auflösung der Bilder immer weiter an.

Haben ältere Kameras noch Bilder mit sechs bis zehn Megapixeln erstellt, liefern moderne Kameras fünfzehn bis fünfundzwanzig Megapixel.

 

RAW, JPG und TIFF Dateien

 

Für die Datenmengen, die Kameras im RAW-Modus liefern, braucht man leistungsfähige Hardware in Form von schnellen Festplatten, um alles zu speichern. Auch bei den Festplatten ist eine Entwicklung zu immer größeren Kapazitäten festzustellen.

Heute rechnen die meisten Fotografen bei den Speicherplatten bereits in Terabyte, das sind eintausend Gigabyte. Aber auch die größte Festplatte kann nicht auf Dauer alle Bilde aufnehmen, die der Fotograf macht.

Einer der wichtigsten Maßnahmen, um die Datenmengen in Grenzen zu halten, ist das konsequente Löschen von nicht benötigten Bildern. Manchmal hat man von einem Objekt einige Dutzend Bilder gemacht. Dann sollte man sich die besten fünf oder sechs auswählen und den Rest wieder von der Platte entfernen. Das spart nachhaltig Speicherkapazitäten.

Arbeitet man mit JPG-Dateien, ist das einzelne Bild sehr viel kleiner als eine RAW-Datei.

Das JPG-Format bietet die Möglichkeit, sehr kleine Dateien zu erzeugen, indem die Daten gepackt werden. Packt man Bilder, so gehen Bildinformationen verloren.

Bis zu einen gewissen Punkt fallen diese Mängel nicht ins Gewicht, wenn man die Bilder nicht sehr groß abziehen möchte. So kann man z. B. für das Internet sehr kleine Bilddateien erzeugen, die sehr schnell vom Browser geladen werden können, ohne dass die Bildqualität zu sehr leidet.

Allerdings sieht man oft Bilder im Internet, die zu sehr gepackt wurden. Das kann man an den s. g. Artefakten erkennen, die sich an Stellen im Bild mit hohen Kontrasten bilden.

Für den Druck oder zum Ausbelichten sind solche Bilder nicht geeignet.

Auch andere Bildformate lassen sich packen, so gibt es auch TIFF-Dateien, die mithilfe der Software verkleinert werden können.

In jedem Fall ist es empfehlenswert, zumindest von den Bildern, die man ausbelichten möchte eine ungepackte Originalversion zu behalten.

So kann man immer auf ein Bild mit höchster Qualität zurückgreifen und Abzüge ohne Fehler herstellen lassen.