Ein Kamerastativ – wann und welches?

 

Stative für Kameras – ein nützliches Kamerazubehör

 

Es sind nicht nur die schlechter gelungenen Bilder bei schlechteren Lichtverhältnissen, die einen über den Kauf eines Stativs für die Kamera nachdenken lassen.

Aber gerade die ansich so stimmungsvollen Bilder unter dem Weihnachtsbaum oder bei einem runden Geburtstagsfest, die man erwartet hatte, Dank der längeren Belichtungszeiten aus freier Hand bringen so manchen Wackler und so manche Unschärfe einfach so mit sich.

 

Welches Kamerastativ passt zu mir?

 

Gerade in der dunkleren Jahreszeit wird gerne der Fotoapparat gezückt, doch die besondere Herausforderung mit der ruhigen Hand – ein Blitzlicht zerstört ja oft die Stimmung – ist nicht nur für Hobbyfotografen ohne ein Kamerastativ nicht zu meistern.

Bildstabilisatoren in modernen Digitalkameras helfen zwar etwas weiter, aber auch hier ist nicht alles möglich. Ebenso liegt nicht jedem das Arbeiten mit der Empfindlichkeit ( ISO ).

Nützlich ist ein Fotostativ aber auch bei Situationen wie der Einsatz vom Selbstauslöser und der Fotograf will auch noch selbst auf dem Bild abgelichtet werden.

Auch beim Machen von kreativen Bildern, bei verwacklungsfreien Videos, bei Naturphotographie, bei Panoramaaufnahmen und bei Nachtaufnahmen ist der Einsatz eines guten Statives Goldes wert.

Wer selten Bedarf an einem massiven Kamerastativ hat, der kann auch einen weichen Lederbeutel mit sich führen, den er vorort mit kleinen Kieselsteinen oder Sand  füllen kann. Auf meinen Reisen nutze ich diese Idee gerne, die Kamera kann so auch nicht verkratzen.

Kommerziell mit Granulat gefüllte Beutel nennen sich übrigens Beanbags.

 

Welche Kamerastativ Arten gibt es?

 

Den meisten sind wahrscheinlich nur die typischen Dreibeinstative bekannt. Mit seinen drei Teleskopbeinen und dem Stativkopf sorgt es für einen sicheren Stand auch bei unterschiedlichen Bodenverhältnissen.

Dann gibt es Einbeinstative, ideal wegen dem geringeren Gewicht, der Einsatz liegt aber mehr in einer Stützfunktion.

Ministative oder auch Tischstative helfen nicht nur, wie man leicht wegen des Namens meinen könnte, im Innenbereich, auch im Outdoorbereich finden sie ihre Einsatzmöglichkeiten. Problematisch sind sie dann nur für schwerere Kameras.

Sonderformen sind Klemmstative, Schulterstative, Saugnapfstative und Baumstative für besondere Einsatzmöglichkeiten.

 

Welches Stativ? Einsatzzweck für den Kauf entscheidend

 

Jede Stativart hat seine Besonderheiten. Ein ansich praktisches Dreibeinstativ wird aber in belebten Fussgängerzonen beim Fotographieren eines abendlichen Flohmarktes schnell zur Stolperfalle. Ein Einbeinstativ ( Monopod ) punktet hier ganz klar. Monopods spielen ihre Stärke auch bei Sportaufnahmen am Skihang aus.

Liebt man aber Panoramaaufnahmen, gar Panoramabilder, die man aus Einzelbildern zusammensetzen will, muss Standpunkt und Höhe gleich bleiben, da braucht es ein stabiles Dreibeibstativ.

Was sind grundsätzliche Bedingungen, die man an ein ideales Fotostativ stellen sollte?

Bezüglich der Höhe sollte es schon so hoch ausgezogen werden können, dass man ohne sich Bücken zu müssen, locker und unverspannt durch den Sucher sehen kann. Das Gewicht ist auch immer ein Kompromiss aus Stabilität, Werkstoffe und Preis. Wer schleppt schon gerne mehr als 3 Kilogramm zusätzlich mit sich.

Ein besonderes Augenmerk ist auf den Kugelkopf zu richten. Der Kugelkopf ist die bewegliche Verbindung zwischen der Kamera und dem Stativ. Einerseits sollte der Kugelkopf die Kamera in unterschiedlichen Stellungen perfekt halten und andererseits ein leichtes Einstellen ermöglichen.

Die Kugelkopfgröße sollte daher idealerweise schon 3 – 4 Zentimeter haben. Hochwertige verarbeitete Stativköpfe mit einer guten Ausstattung und entsprechender Traglast können schon mal wertmässig die Hälfte des ganzen Kamerastativs ausmachen. Bei besseren Stativen sind diese auch austauschbar.

Übrigens ist Monofrotto ein Qualitätsführer bei Stativen. Bekannte Hersteller sind noch Gitzo und Cullman.

Was muss man nun für taugliche Dreibein-Kamerastative hinblättern? Gut und gerne 100 Euro, wenn man sie neu einkaufen will. Aber auch der Gebrauchtmarkt ist nicht uninteressant.

Für kleinere und leichtere Digitalkameras kann man sich mit günstigeren Tischstativen für um die 25 Euro gut behelfen. Nennt man eine semiprofessionelle Digitalkamera sein eigen und macht gerne Fotos mit einem schwereren Teleobjektiv, dann braucht es aber schon ein insich stabileres und schwereres Stativ für einen sicheren Halt, nicht dass der erste Windstoss das Kamerastativ zusammenklappen lässt.

 

 

Weitere Informationen zur Aktualität der angezeigten Preise findest du hier. Letztes update war am 18.08.2017 um 05:33 Uhr / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm

 

 

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